Ich weine, als ich Opi sehe. Ich habe so Schmerzen. Das Bett im FWH hängt durch, so das ich nur knapp 10 cm über dem Boden hänge - und natürlich mit der Hüfte, die vor acht Wochen erst operiert wurde. Ich konnte nicht schlafen, habe mir mehrmals den Kopf an der Wand angeschlagen, als ich versuchte, mich wieder ins Bett zu legen, wenn ich vom Klo kam.
Neben das Bett hatte Frau Bäumel mit einen Stuhl gestellt, auf den ich mich hieven soll, damit ich aufstehen kann. SO sehr hängt das Metallgestell durch. Heutzutage gibts sowas nicht mehr, da hat man Lattenroste. Aber diese alten Kasernenbetten aus den 70ern...
Ich bin fertig mit den Nerven. Ich kann hier einfach nicht bleiben! All das, was ich in vier Wochen Reha an Fortschritten erzielt habe, ist hier in nur zwei Nächten zunichte gemacht worden!
Ich sage zu Opi, als wir an den Picknicktischen in der Nähe des Wohnungsamts sitzen, das ich mal eine der Streetworkerinnen anrufe, die ich im Krankenhaus kennengelernt habe. Er sagt: "Ach, das bringt doch nichts."
Ich rufe dennoch an. Ich erzähle ihr, das dieses Frauenwohnheim für mich gesundheitlich nicht zuträglich ist.
"Inwiefern nicht zuträglich?" möchte sie wissen.
Ich erkläre ihr, das ich acht Wochen zuvor eine Hüftprothese eingesetzt bekommen hatte, das ich dann in Reha war und jetzt nach wenigen Tagen im Heim alles hinfällig ist, was ich erreicht habe. Das ist dem Bett geschuldet, und das ich dort keine Möglichkeit habe, richtig zu genesen.
"Ich berate mich mit Herrn Gebell und rufe Sie dann zurück," antwortet sie.
Opi ist nicht begeistert. Aber ich - obwohl ich runter mit den Nerven bin - übe mich in Geduld. Wer weiß, was sich noch ergibt?
Die Dame ruft kurze Zeit später zurück. Naja, vielleicht vergehen auch ein oder zwei Stunden, ich weiß es nicht. Jedenfalls sagt sie:
"Melden Sie sich heute Mittag in Dotzi im alten Hotel. Da ist unser Krankenzimmer für Notfälle. Ich habe dem Hausmeister Bescheid gesagt. Sie können in aller Ruhe Ihre Sachen packen und dann dorthin kommen."
Siehste!






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