24 Dezember 2024

Heiligabend: Stress und Entspannung

 


  Der Tag fing schon stressig an... Moment! Ich greife vor! Der Tag begann an sich am Abend davor, als Opi mir eine PN im Chat schrieb: 


Okaaay... ich war gedanklich bei acht Uhr Ankunft gewesen, is' ja also nur eine Stunde früher. Wecker nicht auf halb sieben, sondern auf halb sechs. Ach nein, besser doch auf viertel nach fünf.
  Ich eilte auf's Zimmer, um so viel wie möglich  zusammenzupacken. Ging aber nicht wirklich: die Deko und Geschenke hatte ich bereits mittags fertig gepackt, und Klamotten waren seit Sonntag mehr oder weniger da - es ging an sich nur um das Bettezugs. Und natürlich die Lebensmittel, die ich noch besorgt hatte - respektive aus dem Aufenthaltsraum/der Küche hatte mitnehmen können. Diese Tasche war echt schwer. Immerhin waren da Zucchini, Tomätchen, Bananen, Äbbel, Orangen und so ein Gedöns drin. Das wiegt schon einiges!
Auch die Tasche mit den Geschenken (danke nochmal an mein Hasi!) war nicht so leicht zu tragen. Zudem wollte ich auch nichts zerdrücken oder kaputt machen...

  Wie dem auch sei, nach einer fast schlaflosen Nacht - gegen vier pennte ich endlich mal für 'ne Stunde ein - war ich schon vor'm Weckruf auf. Ab ins Bad, zum Wachwerden zwo Kippchen plitzen, unter die Dusche springen, ab auf's Zimmer, eine Waffel futtern und 'ne kleine Portion Quark mit Honig. Was sagt die Uhr? Gut, noch Zeit für ein schnelles Kippchen im Bad. 
Dann die großen, grauen Müllsäcke raus und die Bettdecken und Kissen rein. Mein Keilkissen (zum Sitzen, wegen der Hüfte, weißt schon) in den Rucksack und noch so ein paar Klamotten, die ich unbedingt mal an Weihnachten anziehen will. Vornehmlich natürlich alle meine "Rick and Morty"-Oberteile. Alles, was gepackt ist, stelle ich neben die Zimmertür. Wow! Ein ganz schöner Stapel! Dann mal viel Spaß beim Runtertragen! 😬
   Und das war dann nicht so wirklich ein Spaß. Durch die Prellung an Knie und Hüfte (links natürlich, klar) konnte ich nicht so richtig auftreten, musste die Treppen allerdings ohne Stöcke gehen, sonst hätte ich ja nix tragen können. Macht Sinn, oder? Ich sagte an der Pforte den beiden Ladys bescheid, das ich meinen Sachen kurz an der Bank vorm Eingang parke. Wieder die Treppen hoch - ächz, stöhn - und die beiden Säcke geschnappt. Als ich an der Pforte vorbei kam, wunderten die beiden Damen sich schon, ob ich ausziehen würde. Ich dachte in dem Moment nur "schön wär's", erklärte aber, das das lediglich mein Bettzeugs ist. Ein bissi Geplänkel, sie hätten schon gedacht und so... und wieder nach oben, die letzte Ladung abholen.
Derweil Opi mich schon anchattete, das er gleich ankäme. Gut, ich also zurück getackert, das ich fast fertig bin.
Dritte Ladung nach unten. Ein letzter Blick ins Zimmer, ob ich an alles gedacht hatte und wollte mir genau einprägen, wie alles steht. Für den Fall das irgendjemand meint, ins Zimmer kommen zu können während meiner Abwesenheit - bzw. unserer, denn meine Zimmermitbewohnerin ist derzeit ebenfalls nicht da.

  Opi fluchte angesichts des ganzen Krempeln und wunderte sich - gelinde ausgedrückt - das es so viel Zeugs war. Und dann ging's ab zur Bushalte. Dort in den nächsten Bus, ein paar Haltestellen runter, und dann erstmal laufen, um erneut zu einer Bushalte zu kommen. Der Rucksack, den ich aufhatte, war ganz schön gewichtig, und mit den Stöcken zu laufen bereitete mir Probleme und Schmerzen. 💩 das alles! 
  Unser Bus war natürlich weg, denn was wir erst an diesem Tag erfuhren: der Busfahrplan war der von Samstags, nicht von unter der Woche. Arghs! Somit hatten wir über eine halbe Stunde Aufenthalt am Bus. Super! Als würde ich nicht sowieso schon oft genug an einer Bushaltestelle rumhocken. Was soll's, ich wollte mir meine Freude auf ein paar Tage Urlaub vom Heim durch nichts vermiesen lassen.


  Der Weg in Taunusstein zum Haus war dann nochmal eine echte Herausforderung. Ich hatte mittlerweile so Rückenschmerzen vom elendigen Bett und meinem vollgestopften Rucksack, das ich kaum Luft bekam. Und Opi im Stechschritt vor mir... Zu allem Übel war es dann in der Straße, die zum Haus führt, auch noch glatt. Also extrem vorsichtig lauft! Ich hatte nämlich ehrlich gesagt keine Böcke, wieder auszurutschen! 
  Endlich angekommen, gab es erstmal einen schönen weißen Tee und ein Kippchen. Aaaaah! Weihnachten kann kommen! 🎄 Zum Tee gönnte ich mir einen JFK-Burger (Berliner).
 Ab in bequeme Klamotten und erstmal meinen geliebten Lumpi an mich genommen, der - zum ersten Mal seit dreißig (30) Jahren (!!) zwei Nächte nicht bei mir gewesen ist. Ich hatte ihm Sonntag, als ich hier war, mal eine Runde in der Waschmaschine spendiert. 😁
Nach einem Kaffee (für Opi) gingen wir dann erstmal wieder runter in den Ort (ins Zentrum, wow!), um im Edeka noch dies und das einzukaufen. Hmhm, dieses "dies und das" kostete fünfzig Ocken, und wir hatten wieder Schlepperei. Seufz.

 Opi war hundemüde, hatte er am Vorabend noch vom Nachbarn Besuch bekommen. Die beiden haben dann bis vier morgens hier gehockt... Klar, da wär ich auch müde! War ich aber auch so, aber ich hatte keine Lust mich abzulegen. Ich wollte immerhin was vom Weihnachtstag haben.
  Dann wollte Opi noch einen Tisch vom Nachbarn besorgen und dies und das werkeln, und ich ging in der Zeit gemütlich und seeehr ausgiebig unter die herrliche, große Dusche. Das warme Wasser, die Haare endlich gründlich waschen, einfach mal die Ruhe genießen. Oh, das war wunderbar! 
Und gegen halb zwo dann gab es frische, selbstgemachte Pizza mit Artischocken, Oliven, Paprika und schön viel Käse - und einer leckeren Creme Fraiche-Schmand-Sauce. Boah, war das jammi! 🤤😋

  Schließlich konnte Opilein sich endlich mal ein bissi hinlegen, während ich es einfach genoss, mal an meinem Rechner zu sitzen, ein wenig weihnachtliche Mukke zu hören (das brillante TSO), und mal etwas auszuspannen. Gegen halb fünf rum begann ich, etwas zu dekorieren und schließlich den Gabentisch aufzubauen. Ich hab' Opi nichts gekauft, das mag er nicht, aber ich hatte beim Packen in der Tasche im Schrank noch Saugnapf-Haken und sowas gefunden, und die Geschirrtüscher, die ich nicht benutze, als Verpackung benutzt. Glitzerband drum, fertig waren die drei kleinen Päckchen. Mit der ganzen Schoki, die eine Freundig geschickt hat, war das doch schon ein kleiner Haufen an Geschenken für meinen liebsten Schatz! Hab' alles schön aufgebaut, sah richtig schnuckelig aus. 😊
  Und dann gönnte ich mir endlich ein Bierchen. Aaaah!


  Zwischendurch wollte ich mal Luft schnappen. Ich bin's ja gar nicht mehr gewöhnt, drinnen zu qualmen und überhaupt... einfach mal etwas stehen. Das ständige Sitzen kann ich gar nicht mehr. Also ging ich auf die Terrasse (lach) und blödelte mit Opi durchs Fenster rum. Dabei fiel mir dann siedendheiß ein, das wir ja auf Captain Paul Watson anstoßen wollten, der dieser Tage endlich aus'm Knast entlassen wurde. Dann mal Prost! 🍺
   Abends saßen wir noch ein bissi zusammen, also später am Abend. Hörten nochmal TSO, rockig-epische, weihnachtliche Klänge, und unterhielten uns. Und so ging dann der Abend auch zur Neige, bis Opi sich ablegte und ich mich an meine Schnuddelkiste (den Rechner) begab. Ich machte auch nichts, wollte auch keinen Film schauen, einfach nur gemütlich hier sitzen, leise Musik hören, einen zwitschern und rauchen und einfach mal... ja, durchatmen und chillen.

Und du so?



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