Wir warten ewig, ich weiß nicht wie lang. Mir ist alles egal. Ich bin nervös und mies gelaunt. Naja, so mies nicht, ich habe ja eine halbe Hoffnung. Ein Stück Hoffnung...
Wir sprechen mit einem Arzt. Es ist nicht der Operateur, obwohl mir das bei Terminvereinbarung zugesagt wurde. Was soll's. Ein sehr netter Arzt, freundlich, offen, hört sehr gut zu und lässt sich Zeit. Ich soll nochmal geröngt werden.
Passiert. Dauert wieder ewig die Wartezeit. Dann wieder warten, um nochmal mit dem Arzt zu sprechen. Die Nachricht ist nicht so prickelnd:
"Es haben sich Knochensplitter um die Prothese gebildet. Wir sollten ein Blutbild machen, um zu sehen, wie hoch die Entzündungswerte sind..."
"Das haben wir dabei," sagt Opi.
Und er hat recht: denn ich habe erst einige Tage zuvor das Ergebnis meiner letzten Blutabnahme bei meinem lieben Hausarzt abgeholt und - natürlich! - dabei.
"Das sieht alles sehr gut aus," sagt der Arzt. "Aber wir beraumen nochmal eine Punktur an, bei der wir feststellen können, ob sich Bakterien in der Wunde befinden."
Punktur. Allein bei dem Wort läuft mir ein Schauer über den Rücken. Und was der Herr Doktor mir dann erklärt macht die Sache nicht besser. Nichts angenehmes wird da auf mich zukommen. Aber, seufz, ich werde mich mal wieder fügen.
Es ist gegen Mittag, so um eins oder halb zwei rum, als wir dann ein paar Fritten gegessen haben und uns auf ein Kaltgetränk in unserer Stammkneipe niederlassen. Wir wollen nochmal jemanden wegen einer Wohnung anschreiben und ich möchte auch eine Mail an die Lady absetzen, die uns die Wohnung in Dotzheim gezeigt hat.
Ich teile ihr mit, das das Amt (hei jo, das Jobcenter) an sich "ja" zur Wohnung sagt, und das es nur noch ein paar Tage dauern kann, bis ich die Bewilligung erhalte - sofern ich nochmal ein Mietangebot bekomme, in dem nichts durchgestrichen ist.
Es dauert - sehr zu unser beider Überraschung - keine Viertelstunde, bis die Dame sich meldet. Hey, das ist doch ein gutes Zeichen!






Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Danke für deinen Kommi! 💛